Elektrosmog – ein Begriff unserer Gegenwart, der oftmals für große Verunsicherung sorgt. Aber was ist eigentlich Elektrosmog und wie entsteht er? Elektrosmog ist der umgangssprachliche Ausdruck für die Belastung durch elektrische und magnetische Wechselfelder (Niederfrequenz) und elektromagnetische Felder (Hochfrequenz). Des Weiteren entstehen Gleichfelder durch Elektrostatik und Magnetostatik. In Anlehnung an den Begriff Smog benennt der Begriff Elektrosmog eine überhöhte Konzentration eben dieser Felder, die möglicherweise gesundheitsschädliche Auswirkungen haben können.

Elektrische Felder werden grundsätzlich durch jegliche elektrische Leitungen verursacht, auch wenn kein Strom fließt und angeschlossene Geräte nicht eingeschaltet sind, wie beispielsweise durch Elektroinstallationen in unseren Wohnungen, Verlängerungs- und Gerätekabel …

Magnetische Felder entstehen durch Stromfluss in eingeschalteten Verbrauchern, Installationen, Motoren, Netzteilen, Dimmern, Transformatoren, Frei- und Erdleitungen, elektrifizierten Bahnstrecken …

Elektromagnetische Felder sind die Folge von Funkwellen, die auftreten bei Sendern wie Mobilfunk, Radio, TV, Radar, Mikrowellen-oder Induktionsherden, schnurlosen DECT-Telefonen, Handys, W-LAN Technik und unterschiedlichen Büro- und Spielgeräten …

Elektrische Gleichfelder entstehen durch elektrostatische Aufladung, die wir öfter an synthetischen Fasern (Teppiche, Gardinen, Tapeten, Möbel, Lacke, Schaumgummi, Plexiglas etc.) und an Bildschirmen (z.B. Fernseher, Computermonitore) sogar auf Brillengläsern beobachten können. Der Körper wird durch elektrostatische Aufladung ‘unter Spannung’ gesetzt und entlädt sich bei Berührung an besser geerdeten Metallteilen wie Türklinken, Geländern oder Menschen teilweise mit schmerzhaften Schlägen.

Magnetische Gleichfelder entstehenden zum einen durch magnetisierten Stahl in Betten und Möbeln wie auch an stromdurchflossenen Gleichstromleitern wie beispielsweise durch den Gleichstrom der Straßenbahnen oder Photovoltaikanlagen.

Ohne auf den Komfort von technischen Geräten verzichten zu müssen, lässt sich durch eigenes Verhalten und einfache Maßnahmen ein Großteil der Felder erheblich reduzieren. Der Einfluss der künstlich erzeugten Felder auf den menschlichen Organismus ist noch nicht abschließend erforscht, doch gibt genügend Hinweise darauf, dass Menschen auf die Belastung durch die künstlich erzeugten Felder sensitiv reagieren.

Bei der Betrachtung der Belastungsanalyse durch Elektrosmog macht es grundsätzlich einen Unterschied,

  • ob die Einwirkungen dauerhaft sind oder nur gelegentlich,
  • ob die Quelle dicht am Körper ist oder eine größere Distanz zu dem Verursacher besteht,
  • welche Art der Feldbelastung vorliegt – niederfrequente elektrische und magnetische Felder oder hochfrequente gepulste Felder,
  • welche Feldstärken gemessen werden.