Hinweise für den Umgang mit dem Handy & mobiler Endgeräte

Mobiltelefone und Smartphone wie auch Tablets, die neben WLAN oftmals auch Mobilfunkverbindungen nutzen können, strahlen die für die Kommunikation mit einer Basisstation benötigte Hochfrequenzleistung ab. Umgekehrt empfangen sie die Funksignale, die von den Mobilfunk-Basisstationen oder WLAN-Routern ausgesandt werden. Die Feldintensität nimmt überproportional mit zunehmendem Abstand ab. Bei der Verwendung von Freisprecheinrichtungen ist daher der Kopf deutlich geringeren Feldstärken ausgesetzt als bei Telefonaten, in denen das Handy beziehungsweise Smartphone unmittelbar an das Ohr gehalten wird.

Der SAR Wert

Beim Telefonieren und Surfen wird ein Teil der Energie dieser Felder im Kopf oder dem Körperteil aufgenommen, in dessen Nähe sich das mobile Endgerät befindet. Als Maß für die Energieaufnahme dient die spezifische Absorptionsrate SAR. Der SAR-Wert wird in Watt pro Kilogramm (W/kg) gemessen und soll nicht mehr als 2 W/kg betragen. (Festgelegter Grenzwert der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection – ICNIRP)

Die Höhe der Energieaufnahme ist unter anderem abhängig von der Sendefrequenz, der tatsächlichen Ausgangsleistung, dem Antennentyp und ihrer Position zum Körper. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erhebt die SAR-Werte von auf den auf dem deutschen Markt verfügbaren Mobiltelefonen unterschiedlicher Hersteller. In Deutschland überschreitet kein mobiles Gerät diesen festgelegten Grenzwert, jedoch lassen sich deutliche Unterschiede erkennen, die für den Verbraucher interessant sind. (ermittelte SAR-Werte nach Herstellern vom Bundesamt für Strahlenschutz)

Mobilfunk-Standards

Moderne Mobilfunkendgeräte senden oft im UMTS-Standard, neuerdings auch im LTE-Standard. Beide Standards sind beim Verbindungsaufbau strahlungsärmer als der GSM-Standard. Im GSM-Standard wird für den Rufaufbau mit maximaler Leistung gesendet. Danach regelt das Gerät auf die benötigte Sendeleistung herunter. Beim UMTS- oder LTE-Standard verfährt das Mobilfunkgerät genau umgekehrt. Es beginnt den Verbindungsaufbau mit der geringsten Sendeleistung, um dann bis zur benötigten Leistung zu erhöhen.

 


Hinweise zur Nutzung mobiler Endgeräte
  • Halten Sie Handy-Telefonate möglichst kurz und nutzen Sie das Festnetz, wann immer es geht.
  • Achten Sie beim Handykauf auf den sogenannten SAR-Wert.
  • Halten Sie das Handy während des Gesprächsaufbaus vom Körper entfernt. Es strahlt im GSM Standard in dieser Phase in der Regel mit maximaler Leistung.
  • Vermeiden Sie den Abruf von E-Mails, während Sie telefonieren.
  • Achten Sie darauf, dass beim Telefonieren die Handyantenne nicht abgedeckt ist.
  • Tragen Sie das eingeschaltete Handy nicht in Brust- oder Hosentasche. Achten Sie auf den vom Hersteller angegebenen Mindestabstand.
  • Halten Sie beim Versenden von SMS das Handy vom Körper fern.
  • Vermeiden Sie das telefonieren in Fahrzeugen. Das Handy wählt sich in jede neue Funkzelle ein und strahlt mit voller Leistung.
  • Schalten Sie nachts das Handy aus; wenn es eingeschaltet ist, nicht in Kopfnähe aufbewahren.
  • Nutzen Sie auch tagsüber den Flugmodus, gerade wenn Sie auf das Musikhören oder Spiele nicht verzichten möchten.
  • Alternativ zu Headsets, ist auch die Freisprechfunktion des Handys zu empfehlen.
  • Halten Sie ausreichend Abstand zwischen ihrem Mobiltelefon und ihrem Baby oder Kind. Eingeschaltetes Handy nicht in den Kinderwagen legen oder dem Kind zum Spielen überlassen.
  • Achten Sie beim Surfen mit Ihrem Tablet oder Smartphone auf einen ausreichenden Abstand zum Körper. Die Belastung verringert sich mit zunehmender Distanz. Surfen im Internet und E-Mails abrufen sollten Sie möglichst nur bei gutem Empfang oder über WLAN. Bei WLAN ist die Sendeleistung in der Regel niedriger als bei den Mobilfunkstandards UMTS, GSM oder LTE.

Beachten Sie bei der Verwendung von Headsets

Kabelgebundenen Headsets können die hochfrequente Strahlung der Handyantenne aufnehmen und diese bis zum Ohr leiten. Nach Messungen der Zeitschrift Ökotest wurde festgestellt, dass zwar nur noch 5 bis 20 % der Strahlung im Kopfhörer ankommt, aber durch die Position des Kopfhörers direkt in der Ohrmuschel der Abstand zum empfindlichen Inneren des Gehirns weiterhin abnimmt. Da ein Ohrstecker näher an das Gehör heranreicht, wird der Gehörnerv immer noch deutlich belastet, die Belastung der Augen hingegen lässt deutlich nach.

Ein Ohrstecker fungiert als Antenne, falls das Kabel nicht ferritisch beschichtet ist. Deshalb ist sehr sensiblen Menschen zu empfehlen, ein Headset mit Luftleitertechnik zu verwenden. Hier wird die Weiterleitung der Strahlung durch einen Luftschlauch unterbrochen. Die Luft leitet zwar den Schall, aber nicht die Strahlung.