Niederfrequenz im Alltag

Alle technischen Geräte, die wir in unseren Haushalten und an unseren Arbeitsplätzen nutzen, können Quellen einer niederfrequenten Belastung sein. Entscheidend ist es, die Dauerbelastung durch elektrische und magnetische Felder über viele Stunden zu vermeiden.

Der einfachste Weg ist: Abstand halten und Ausschalten!

Die Feldstärke nimmt bei vielen Geräten mit zunehmender Distanz rasch ab und sinkt oftmals bei einem Abstand von ca. 1,5 bis 2 Meter meist schon auf unbedenkliche Werte. Des Weiteren kann Elektrosmog durch Oberleitungen von Straßenbahnen, Bahnstrom, Frei- und Erdleitungen, Trafostationen entstehen. Da kann nur eine Messung Klarheit schaffen, wie hoch die Belastung ist.

Der gesunde Schlaf

  • Schlafplätze sollten genügend Abstand zu den Steigleitungen und Verteilersträngen gerade in mehrgeschossigen Häusern haben. Ein Mindestabstand von 2 Metern ist empfehlenswert.
  • Benutzen Sie möglichst kurze Stromleitungen und vermeiden Sie Kabelsalate, insbesondere in der Nähe des Bettes. Nutzen Sie geschirmte Steckdosenleisten.
  • Radiowecker, Geräte und Komponenten der Unterhaltungselektronik sollten zwei Meter vom Bett entfernt sein.
  • Heizdecken brauchen hohe Ströme und erzeugen dementsprechend hohe Magnetfelder. Wärmen Sie das Bett auf und entfernen Sie die Decke zum Schlafen oder ziehen Sie den Stecker raus.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit Elektrogeräte mit Schukostecker. Nachttischlampen mit Euro-Flachstecker umgibt automatisch ein elektrisches Feld. Sie können auch nachträglich Ihre Leuchten mittels geerdeter Kabel und Metallfassung abschirmen lassen von einer Elektrofachkraft.
  • Mit einer zweipolig schaltbaren Zwischensteckdose können ungeschirmte Gerätekabel bei Nachttischlampen, Heizdecken oder verstellbaren Lattenrosten spannungsfrei geschaltet werden.
  • Halogenlampen und Leuchtstoffröhren sind wegen der starken Felder als Bettbeleuchtung ungeeignet. Eine Alternative sind Halogenlampen. Sie verursachen im Gegensatz zu den Energiesparlampen keine so hohe Feldbelastung.
  • Elektroinstallationen in der Wand erzeugen ein ständiges elektrisches Feld. Ein Netzabkoppler oder sogenannter Netzfreischalter schaltet die Leitungen am Kopfende des Bettes frei, wenn alle Geräte ausgeschaltet sind. Dazu muss durch eine Messung ermittelt werden, welche Stromkreise bzw. Sicherungen betroffen sind.
  • Verzichten Sie auf leitende Bettmaterialien. Versuchen Sie beim Kauf eines neuen Bettes auf Metallrahmen und große Metallteile zu verzichten.
  • Informieren Sie sich über mögliche Abschirmmaßnahmen, wenn sich die Feldquellen nicht ohne weiteres reduzieren lassen. Im Gegensatz zu den elektrischen Feldern lassen sich magnetische Felder kaum abschirmen.